
Römisches Militär und mehr: 2000 Jahre Geschichte in Xanten
Mit Blick auf das „Varus-Jahr“ näherten sich am 10. Juli 2009 17 Teilnehmer der „Rheinischen Runde“ an verschiedenen geschichtsträchtigen Orten in Xanten am Niederrhein den verschiedenen Epochen; von der Römerzeit über das Mittelalter bis in die Neuzeit.
Zur Einführung referierte Herr Trippens über den vergeblichen Versuch der Römer, Germania nachhaltig zu erobern. Noch viele Jahre nach der „Varus-Schlacht“, deren Örtlichkeit und Verlauf zunehmend umstritten sind, versuchten die Römer, eine neue Provinz zu etablieren. Dabei bildete Xanten Ausgangspunkt zahlreicher Eroberungszüge. Zeitgleich wurde Xanten zu einer bedeutsamen Stadt der Römer am Limes.
Deren Leben wurde durch den Besuch des Archäologischen Parks den Teilnehmern vorstellbar. Herr Scharf als Führer, ehemaliger Offizier aus dem Heeresamt in Köln, verstand es sehr anschaulich, die damalige Realität erzählend und zeigend dem Betrachter vor Augen zu führen.
Am Nachmittag wurde das Stift Xanten, besonders der Dom, wieder durch Herrn Scharf geführt, besichtigt. Die Legende des St. Victor, einem römischen Legionär, der als Christ den Märtyrertod starb und zu dessen Ehren das erste Gebetshaus entstand, bildete den Anfang des Mythos. Es folgte im Mittelalter die Gründung des Stifts Xanten, welches durch Reichtum und seine Konkurrenz zu Köln, schnell an weitreichender Bedeutung und Einfluss gewann. Dafür zeugen nicht zuletzt die Kunstexponate des Dom. Wieder durchschritten die Teilnehmer fast mühelos, zugleich beeindruckt, die Jahrhunderte.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Trippens, der durch Fachkenntnisse, Engagement und Organisationstalent ganz wesentlichen Betrag zum Gelingen dieses Tages beigetragen hat.
Manfred Müller
© August 2009 ZiFkras