
ZiFkras unterwegs: Nach Aubagne zur Fremdenlegion
Ein Reisebericht von vier ZiFkras (Richard Smyth, Walter Lang, Gerd Emge und Rüdiger Beilharz), die vom 29. April bis 2. Mai die Legion Etragere in der Aubagne bei Marseille besucht haben. Es wurde in der Vergangenheit viel über den Mythos der Fremdenlegion berichtet, doch um sich einen Einblick zu verschaffen, muss man die Legion erst einmal besucht haben. Also – "Warum nicht einmal die Legion Etragere, wie sie sich nennt, anschreiben und sehen, was passiert?", dachte sich unser Kamerad Walter Lang. Gedacht, getan und ein wenig später kam auch schon eine Antwort vom Pressesprecher Christian Rascle aus der Aubagne. In diesem Brief bekommen wir im Namen des Kommandeurs General Bruno Dary eine Einladung zu der 142. Gedenkfeier der Schlacht um Camerone, die alljährlich am 30. April in der Stadt Aubagne am Sitz des 1. Regimentes der Legion stattfindet. Dieses Ereignis, das mit Militärzeremonie, Platzkonzert, Kirmes und einem Tag der offenen Tür gefeiert wird, zieht jährlich ca. 7000 Besucher an, die mit einer persönlichen Einladung daran teilnehmen können. Walter Lang spricht mehrere Kameraden seines Freundeskreises an und so finden sich die vier ZiFkras Richard Smyth, Walter Lang, Gerd Emge und Rüdiger Beilharz, sowie Kamerad Dieter Meyer (kein ZiFkra, aber ein guter Freund von Walter Lang), um die Reise anzutreten. Walter sagt der Legion die Teilnahme zu und wir bekommen unsere persönlichen Einladungen prompt zugeschickt. Die Reisevorbereitung übernahm Kamerad Gerd Emge, dem wir an dieser Stelle für die reibungslose Organisation danken. 29. April – von Berlin nach Aubagne Wir vier (Walter, Gerd, Dieter und Rüdiger) trafen uns am 29. April in Berlin, um unsere Reise anzutreten. Um 7.05 Uhr startet der Flieger und es geht mit Zwischenstopp in Brüssel nach Marseille, wo wir gegen Mittag dort wohlbehalten ankommen. Mit dem Mietwagen erreichen wir am frühen Nachmittag Aubagne. Nach dem Bezug unserer Zimmer wollen wir gleich einmal wissen, wo die Kaserne liegt, weshalb wir diese gleich anfahren. Dort angekommen, sehen wir, wie die Vorbereitungen im vollen Gange sind. 30. April – Die Gedenkfeier Gegen 8:00 Uhr treffen wir in der Kaserne ein und beziehen unsere Plätze auf der Zuschauertribüne. Um 9:45 Uhr geht es dann endlich los. Nach Einzug und Aufstellung der Veteranen, des Musikkorps, der Offiziersanwärter und zwei Ehrenkompanien nehmen wir an einem mehrstündigen Zeremoniell teil (links das Plakat), das unbeschreiblich vielfältig und ereignisreich war und dessen Ablauf im Detail hier nur auszugsweise wiedergegeben werden kann. 1. Mai - Tag der offenen Tür mit Kirmes und Besuch des Invaliden Wein-Chateaus in Buylbubier Nach einem reichhaltigen Frühstück im Hotel machen wir uns wieder auf den Weg in die Kaserne, um an der dortigen Kirmes teilzunehmen. Wir feiern mit Besuchern und Legionären. Am Nachmittag fuhren wir in das 60 Kilometer entfernte Buylbubier, wo die Legion ein Weinchateau unterhält, in dem ein Legionärsmuseum, Restaurant, Souvenirladen – und ihre Kriegsinvaliden untergebracht sind. 2. Mai – Rückflug nach Berlin Am nächsten Morgen starten wir um acht Uhr morgens am Hotel, um unsere Heimreise über Marseille, Brüssel nach Berlin anzutreten. Alle waren sich einig, dass diese Reise sehr gelungen ist und ein zweiter Besuch dort wieder anzustreben wäre. - Gerd Emge, Rüdiger Beilharz