14.-16. November 2009:
Herbert-Nierhaus-Seminar 2009

Technische Schule Aachen, Festung Jülich,
LwAusbKdo und MedEvac


Das Herbert-Nierhaus-Seminar 2009 führte uns über Aachen und Jülich nach Köln-Wahn. Der Samstagabend in Aachen gehörte dem Wiedersehen: Beim Einlaufbier (Anm.: dieser Terminus stammt von der Marine, nicht von der Proktologie!) wurden alte kameradschaftliche Verbindungen erneuert, neue geknüpft.

An der Technischen Schule für Landsysteme mit dser uns eine langjährige freundschaftliche Zusammenarbeit verbindet, informieren wir uns über Details der Ausbildung sowie über neue Landsysteme der Bundeswehr im Detail.

Eine Fahrt zur Renaissance-Zitadelle Jülich schlug den Bogen zur Militärhistorie. Beim festlichen Abend in Gut Neuhaus schließlich hatten wir Gelegenheit, gutes Essen und interessante Gespräche zu genießen.

In Köln-Wahn informierten wir uns beim Luftwaffenausbildungskommando über die Neuordnung der Ausbildung in der Luftwaffe. Ein Stabsoffizier, der vor kurzem aus Afghanistan zurückgekehrt ist, erläutert dann die Aufgaben der deutschen Luftwaffe in Afghanistan und verdeutlichte Informations-, Melde- und Befehlsstränge der Luftwaffe im Einsatz.

Bei der Flugbereitschaft des BMVg (die normalerweise keine Gäste empfängt), wurden wir über die Aufgaben und Erfahrungen der Flugbereitschaft gebrieft und konnten die Kanzerlinnenmaschine und den MedEvac-Airbus auch besichtigen.

Die Ausstattung des MedEvac Airbus A310 ist auf dem Stand einer Uni-Klinik. 38 Liegeplätze für Leicht- und Mittelschwerverletzte und sechs Intensivplätze für Schwerstverletzte stehen im Inneren zur Verfügung. Alles was eine Intensivstation an Ausrüstung zu bieten hat, findet sich auch im MedEvac. Gerade an den Intensivplätzen wurden hochmoderne Instrumente verbaut. Von EKG über Infusionspumpen, Defibrillatoren bis hin zu Ultraschallgeräten ist alles vorhanden, um die Patienten stabil zu transportieren. Der MedEvac Airbus hat nicht die Aufgabe Rettungseinsätze wie etwa ein SAR Hubschrauber (Search and Rescue = Such und Rettung) zu fliegen. Der Airbus übernimmt schon vorversorgte Patienten, um sie für eine bessere medizinische Versorgung auszufliegen. Er ist ein reiner Intensivkrankentransporter. Natürlich können auch Notfälle versorgt werden, die während des Fluges auftreten.